Demokratie braucht aktive Bürger  
Öffentlicher Raum ist das zentrale Element der über Jahrhunderte gewachsenen europäischen Idee eines identitätsstiftenden Gemeinwesens, auch wenn das von uns heute häufig nicht mehr bewusst erlebt und erfahren wird.

Gründe dafür sind u. a. die in den letzten Jahren verstärkten Tendenzen zur Privatisierung, die dieses Gemeinwohl aus den Augen verlieren. Dabei finden vielfältige Eingriffe in öffentlichen Raum statt: z. B. mit Werbung, monumentalen Profanbauten ... und auch mit gentechnisch veränderten Pflanzen. Und es gibt immer mehr nur scheinbar öffentliche Bereiche wie Einkaufspassagen, ganz zu Schweigen von privatisierter Infrastruktur. Öffentlicher Raum wird mehr und mehr durch Partikulärinteressen besetzt und gestaltet.

Individuell findet dagegen ein Rückzug in das Private, dem Gegenpol zum Öffentlichen, statt. Auch das Grundbedürfnis des einzelnen Menschen, mit seinen individuellen Fähigkeiten gestalterisch in seiner Umwelt zu wirken, findet seine Auslebung mehr und mehr im sogenannten privaten Raum: Im eigenen Haus, in der eigenen Wohnung scheint die Kreativität ihren Ausdruck zu finden.

Dabei bleibt aber das Bedürfnis unbefriedigt, die eigenen Fähigkeiten zusammen mit denen anderer Menschen für einen als sinnvoll erkannten Zweck einzusetzen und weiterzuentwickeln.

Wir möchten als Bürger wieder bewusst in öffentlichen Raum eingreifen, ihn in einem ersten Schritt als gemeinsamen Raum für Natur und Mensch begreifen und attraktiver gestalten.